Groß Rhode

Unsere Fahrt geht nun wieder zurück in Richtung Röderhof mit einem Zwischenstopp vor dem dortigen Schloss, etwas versteckt hinter Bäumen in einer scharfen Linkskurve liegend.
Wie schon in unserem Beitrag über die Huysburg erwähnt, wurde Schloss Röderhof ab 1826 größtenteils aus den abgerissenen Mauern des Klosters erbaut.
1823 schenkte König Friedrich Wilhelm II. Teile des durch Zwang aufgegebenen Klosters Huysburg und des Gutes Röderhof einschließlich der Ländereien Karl Friedrich von dem Knesebeck als Dank für dessen Verdienste im Kampf gegen Napoleon.

Errichtet wurde
es im neoromanischen
Stil. Das
Hauptgebäude wird von zwei Türm
en mit unterschiedlicher Bedachung
eingerahmt.
Der ohne Fundamente von der Huysburg abgetragene Kreuzgang(2) (Foto rechts, oben) ist das beherrschende Bauwerk im Innenhof.
Rechts vom Eingang zum Schloss befindet sich eine Kapelle (Foto rechts) und im ehemaligen Park oberhalb des Schlosses die so genannte „Flüstergrotte“ (Foto unten links).
Über eine Treppe hinter dem Kreuzgang gelangt man in den Schlossgarten, einem ehemaligen Rosengarten. Auf unserem linken Foto werfen wir einen Blick über die "Burgmauer" in einen Teilbereich des Gartens auf den an eine Zugbrücke erinnernden Nebeneingang zum Schloss.
Karl Friedri
ch
von dem Knesebeck verstarb im Alter von fast 80 Jahren am 12.
Januar 1848 auf seine
m
Landsitz Karwe bei Neuruppin, wo er in den Friedenszeiten die meiste Zeit gewohnt hat.
1847 war er noch von König Friedrich dem IV. zum Generalfeldmarschall ernannt worden
Seine Aufenthalte in Schloss Röderhof waren nach Studium seiner Biographie wahrscheinlich nur sporadisch und zudem von kurzer Dauer.
Das Schloss befindet sich seit 1992 wieder in Privatbesitz. Mit viel Mühe haben die jetzigen Eigentümer mit finanzieller Unterstützung des Staates das zur Zeit der DDR vernachlässigte Anwesen wieder hergerichtet. Der Zutritt ist verboten. Doch durch das großflügelige Tor ist eine Außenbesichtigung möglich.
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